Unterstützt durch die Europäische Union / Supported by the European Union

 

Für das Management von Prozessen im Rahmen komplexer Bauvorhaben ist die Koordination einer Vielzahl von Beteiligten auf hohem Detaillevel notwendig. Es entstehen oftmals Verzögerungen oder unnötige Zeitpuffer durch die nicht vorhandene Modellierung von Abhängigkeiten und tageszeitgerechter Terminplanung auf Detaillevel. Jedes einzelne Bauelement bzw. Gruppen von Bauelementen können eigene entscheidende Spezifika beinhalten, die in der Planung und fortlaufenden Kontrolle berücksichtigt werden müssen. Um die Kontrolle über den Baufortschritt zu behalten wird heute das Verfahren des Lean Construction Management angewandt, allerdings ohne echte Softwareunterstützung. Eine Messung von Key Performance Indikatoren (KPIs) wie z.B. Material-, Personal- und Zeiteinsatz pro Gewerk oder Bauelement kann nicht ohne weiteres erfolgen. Weiterhin existiert heute noch ein Medienbruch zwischen 3D-Gebäudemodellen, die im sogenannten Building Information Modelling (BIM) digital erstellt wurden und der Ableitung einer Terminplanung des daraus resultierenden Bauprozesses für alle erforderlichen Details. Schließlich werden derzeit zwar die Anlieferungen von Material wie Beton, Elektroverkabelungen, etc. erfasst; der aktuelle Bestand nicht verbrauchter Materialien sowie die Analyse von Verbrauchsverläufen zur Prognose zukünftiger Bedarfe wird jedoch nicht abgebildet. Das übergeordnete Projektziel des Unternehmens ist deshalb die Erforschung und Entwicklung innovativer Ansätze zur Umsetzung agiler, digitaler Bauprozessplanung in hoher Detailtiefe, unter Einbindung von Subunternehmern und erforderlichen Ressourcen (Material, Maschinen) und der Messung bauprozessrelevanter KPIs. Das Unternehmen kann somit wichtige marktrelevante Themen wie Lean Construction Management und BIM-Integration passgenau bedienen und sich entscheidende technologische Alleinstellungsmerkmale erarbeiten.